Advent, Advent, eine Waschmaschine brennt! Erst eine…

Heute Morgen wurden wir mit dem frischem Geruch von verbranntem Plastik geweckt, aber das ist ja nichts außergewöhnliches hier, da man immer wieder seinen Plastikmüll vor der Haustür verbrennt. Als wir unsere Schlafzimmertür öffneten war der Rauch so dick und beißend, dass wir erst unser Zimmer gar nicht verlassen wollten. Gut das wir es doch gemacht haben, denn siehe da:

Die Waschmaschine Brennt!!!

dann die Zweite...

Was ist passiert? Unsere Mitbewohnerin wollte Wäsche waschen und als sie den Stecker der Waschmaschine in die Steckdose steckte kam ihr eine Stichflamme entgegen. Also war ihre logische Schlussfolgerung, man nehme einfach die Kabeltrommel und nutzt eine andere Steckdose. Dumm nur, dass sie das Kabel nicht ganz aus der Trommel gewickelt hatte, denn auf diese Weise ist die Trommel zu heiß geworden und hat nicht nur die Waschmaschine, sondern auch den Trockner in Brand gesetzt.

 

 

Nicht nur das es schwierig ist die Maschinen hier zu reparieren oder gar zu ersetzen, sondern wir sind gerade dabei umzuziehen und zu packen! Dann müssen wir eben mit unserer Dreckwäsche in ein neues Abenteuer ziehen…

Unterwegs im spannenden Papua!

 

Bitte betet mit für Bewahrung auf den Straßen und für seine Führung!


Bokondini

Eine Woche lang ins Bergland nach Bokondini gehen zur großen Konferenz unserer Partnerkirche gehen - so war der Plan. Nie hätten wir erwartet, dass die Konferenz derart angefochten seien würde. Bei der Ankunft wurden wir von ca. 200 Kriegern mit Macheten, Pfeil und Bogen „begrüßt“. Ein Lokalpolitiker hatte einen Konflikt ausgelöst, der sogar zu Todesfällen führte und Bokondini mit dem Nachbardorf in den Kriegszustand versetzte. Während die Kirchenleitung zu vermitteln versuchte um den Frieden wieder herzustellen, saßen wir gemeinsam mit anderen Missionaren und vielen internationalen Gästen im Veranstaltungsort „fest“. Gott verwandelte die Situation für uns zum Segen: Für uns alle war es wie eine ungeplante Missionarsfreizeit. Ohne Internet und ohne Termine gab es viel Zeit sich kennen zu lernen und später sogar die Möglichkeit, Dörfer im Umkreis zu besuchen.

Eine Woche später begann dann doch noch die Konferenz. Leider ohne die internationalen Gäste, denn die mussten ihre schon gebuchten Flüge wahrnehmen.

 

Die Konferenz selber musste nun in gekürztem Programm abgehalten werden, da die 1600 Konferenzteilnehmer schon über eine Woche auf eigene Kosten in der nächstgelegenen Stadt ausgeharrt hatten, bis endlich feststand, dass die Konferenz doch noch stattfinden würde.

 

Am Ende war die Konferenz aber ein großer Erfolg: Die alte Kirchenleitung wurde wieder gewählt und damit ihre Leistung der letzten 5 Jahre honoriert. Somit kann es auch für uns als Partnerorganisation ohne große Probleme weitergehen und an schon bestehenden Beziehungen weiter gearbeitet werden.

 

Wir sind Gott dankbar für alle Bewahrung und hoffen, dass die Konflikte zwischen den Dörfern noch endgültig beigelegt werden können. Als Garant für die Sicherheit des Lokalpolitikers und für eine friedliche Verhandlung zur endgültigen Beilegung der Auseinandersetzungen musste der Kirchenpräsident noch in Bokondini bleiben. 

 

Bitte betet für ihn um Weisheit, Schutz und Gelingen in den Verhandlungen.

Eric Liddell

Unbestechlich- Ich kann nicht laufen

Eric Liddell war ein Olympiasieger und seine Geschichte wurde auch schon mehrmals verfilmt. Eines seiner beeindruckendsten Erlebnisse war für uns die folgende:

 

„He, Liddell!«, rief einer von Erics Olympiateam-Kameraden. Der Zeitplan ist gerade gekommen!« 

Das Team, das ganz Großbritannien vertrat, bestand aus Sportlern, die aus England, Schottland, Irland und Wales stammten. Alle hatten fieberhaft auf den olympischen Zeitplan gewartet, um zu sehen, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten ihre jeweiligen Starts sein würden. Der Juli war gerade vorbei und das Team würde in Kürze nach Paris aufbrechen.

 

»Zwei Sekunden! Deine Zeit ist abgelaufen«, lachte Eric und griff nach dem Plan. Aufgeregt fuhr er mit dem Finger die Spalten entlang, auf der Suche nach dem 100m-Lauf, seiner besten Disziplin. Plötzlich wurde er bleich und sah seine Kameraden „Ich kann nicht laufen«, sagte er ruhig,
»Was? Nicht laufen? Was soll das denn heißen?« »Sie haben die Ausscheidungsläufe für die hundert Meter auf Sonntag gelegt.« »Na und? Wo liegt das Problem?«  Eric holte tief Luft. »Ich laufe sonntags nicht. Der Sonntag ist dazu da, Gottesdienst zu feiern, nicht um Wettkämpfe zu halten. Jedenfalls für mich.« Seine Kameraden starrten ihn an, aber niemand lachte ihn aus. Dafür hatten sie zu viel Achtung vor Eric Liddell. Sogar die Verantwortlichen für das britische Team, die von der Neuigkeit aufgeschreckt waren, versuchten, den Zeitplan ändern zu lassen — ohne Erfolg. 

 

Aber als die Nachricht publik wurde, dass der größte Hoffnungsträger auf eine Goldmedaille im 100 m Lauf, (für Großbritannien zum allerersten Mal überhaupt), sich weigerte zu laufen, reagierten andere weit weniger freundlich. »Warum kann er am Sonntag nicht starten und das Rennen einfach Gott widmen?«, beschwerten sich einige. »Er ist ein Vaterlandsverräter und nichts weiter«, sagten andere wütend. »Was muss das für ein Mensch sein, der sich weigert, sein Land zu vertreten, bloß weil der ausgeloste lag für das Rennen ihm nicht passt!« Die Zeitungen schalten ihn und die Leute wunderten sich, warum er so einen Wirbel veranstaltete. Aber Eric Liddell veranstaltete keinen Wirbel. Er beharrte nur darauf, ein Versprechen zu halten, das er vor langer Zeit einmal gegeben hatte - das Versprechen, den Sonntag als Tag des Herrn zu ehren, als Tag der Ruhe von Arbeit und Sport. 

 

Trotzdem, Eric war Mitglied der britischen Olympiamannschaft und so fing er an, für den 400 m Lauf zu trainieren, der nicht am Sonntag ausgetragen wurde. Dummerweise war diese Distanz nicht gerade seine Stärke. Als die Mannschaft in Paris eintraf, regte sich die Presse noch immer über seinen Entschluss auf, nicht im 100 m Lauf zu starten. Am Samstag marschierte Eric mit seinen Mannschaftskameraden, in hellen Hosen, blauem Blazer und Strohhut bei der Eröffnungszeremonie ins Stadion ein. Aber am Sonntag stand er, während die Ausscheidungsläufe stattfanden, in einer schottischen Kirche in Paris und sprach über seine Hingabe an Christus. Am Donnerstag und am Freitag qualifizierte sich Eric bei den Anfangsläufen und im Halbfinale für die Teilnahme am 400 m Endlauf, obwohl seine Zeiten nichts Besonderes waren. Kurz vor dem Finale gab ein Trainer, der Eric sehr großen Respekt entgegenbrachte, ihm einen Zettel, auf dem stand: »In dem alten Buch (der Bibel) steht: »Denn die mich ehren, werde auch ich ehren.« Ich wünsche Ihnen immer den größten Erfolg.« 

 

Eric schüttelte seinen Konkurrenten die Hände und stellte sich in Startposition für den Endlauf. Der Startschuss knallte und als das Rennen vorbei war, hatte Eric Liddell nicht nur den 400 m Lauf gewonnen, sondern auch einen neuen Weltrekord von 47,6 Sekunden aufgestellt! 

 

Die Menge jubelte. Niemand hatte erwartet, dass ein Hundertmeterläufer so ein Rennen gewinnen könnte. Die Kritik wandelte sich in Bewunderung. Großbritannien und die Welt hatten einen neuen Helden - und neuen Respekt vor einem Mann, der lebte, was er glaubte. 

 

Die Geister die ich rief...

In den letzten Tagen hören wir immer wieder davon, wieviel Angst das Handeln der Menschen hier bestimmt.

 

Zum Beispiel bauen sie aus der Angst kleine Häuschen für die Geister, damit sie nicht ins Haus kommen. Das abstruse dabei ist, dass dieser Akt des Wahr-und Ernstnehmens der Geister überhaupt erst dazu führt, dass sie ein Teil des Lebens werden. Eine selbsterfüllende Prophetie sozusagen.

 

Es ist auch auffallend wieviele Horrorfilme in Thailand produziert und in ganz Asien konsumiert werden. Ob im öffentlichen Fernsehen oder an riesigen Postern vor den Kinos überall ist der Grusel zu sehen. Horrorfilme sind das Markenzeichen der Thailändischen Filmindustrie. Ist es da verwunderlich, dass man sich gruselt, oder gar Verfolgungsängste hat?

 

Was nährt deine Seele?

 

Gerade in einem so finsteren Umfeld ist es uns wieder neu wichtig und wertvoll geworden unsere Seele mit Gutem zu füllen und mehr für unsere Mitmenschen zu beten. Heute morgen wurde mir irgendwie wieder ganz neu bewusst, wie wichtig da die Stille Zeit für uns Christen ist. Nicht nur um sich mit Gutem zu füllen, sondern auch um einfach innezuhalten und den Tag bewusst zu starten.

 

5. Hochzeitstag

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: "Wie schnell die Zeit doch vergeht!" Fünf Jahre sind schon vergangen seit wir uns auf der Wiese in Küps das Jawort gaben.

 

Seitdem haben wir unseren Jahrestag schon in Deutschland, auf Palau, in Indonesien und jetzt in Thailand gefeiert. Verrückt.

Wie auch in den Jahren davor war es auch diesmal spannend, wie wir den Tag wohl verbringen würden.

Dieses Jahr haben wir zur Abwechslung mal gegrillt.

 

Mal schauen, wo und wie wir nächstes Jahr „feiern“ werden. :)

Update

Lange haben wir uns nicht mehr hier gemeldet deshalb gibt es jetzt ein kleines Update:

 

Aufgrund meiner Zahnbeschwerden im letzten Jahr war eine Folgebehandlung in Deutschland erforderlich. Da ich seit Monaten ein Provisorium hatte und dies langsam „degenerierte“ freute ich mich darauf nun endlich ein richtiges Implantat zu bekommen. Die Behandlung verlief super und schmerzfrei.

 

Auch ergriffen wir die Gelegenheit zu Sondierungsgesprächem über unsere zukünftige Arbeit. Leider gibt es weiterhin viele Unsicherheiten, aber wir sind zuversichtlich, dass Gott uns mit jedem weiteren Schritt Klarheit geben wird. Eines steht auf jedenfall fest: Wir werden unsere Arbeit in Sorong beginnen.

 

Ansonsten versuchten wir in unser Zeit so viele Menschen wie nur möglich zu treffen. Trotz der fast 3600 km die wir in 3 Wochen geschafft haben, hätten wir doch noch mehr treffen wollen. Das schöne ist jedoch, dass wir 2019 schon von Februar bis Dezember im Reisedienst sein werden, sodass wir da hoffentlich alle Versäumnisse nachholen können.

 

Die Gemeinschaft mit Familie, Freunden und Bekannten hat uns sehr gut getan und wir gehen neu gestärkt in den letzten Abschnitt unseres Sprachschulmarathons.

Spenden statt böllern

Ein Video-Bericht hat mich heute zu Silvester sehr bewegt. In dem hieß es, dass in Deutschland fast 140 Mio. Euro für Feuerwerkskörper ausgegeben werden. Nicht nur dass das viel Geld ist, das einfach so in die Luft gejagt wird, sondern auch die Gefahr die davon ausgeht, lässt mich nur mit dem Kopf schütteln.

Warum gibt es eigentlich diese Traditon?

Es ist mal wieder die Angst die uns Menschen dazu getrieben hat diesen Brauch einzuführen, und zwar die Angst vor Geistern. Mit dem Böllern versuchten schon die alten Germanen das Böse zu vertreiben und mit dem Bleigießen die Zukunft des neuen Jahres vorherzusehen.

 

Spenden statt böllern

Auf dieser Seite der Welt haben wir so viel Elend gesehen und es bricht mir das Herz, wieviel Geld für soviel Unsinnigkeit ausgegeben wird, anstatt es für wirklich wichtige Dinge einzusetzen.

 

Wenn du noch nach einem Projekt suchst, dass du unterstützen möchtest, dann schau doch mal hier vorbei. 

 

Hier geht es zum o.g. Video: klicken

Bakar Batu - Unser Weihnachtsbraten

Lecker, Weihnachtsduft!

Wie auch in unserer Kultur so ist es auch hier unter Christen üblich, es sich an Weihnachten gut gehen zu lassen. Man besucht sich gegenseitig und bekocht sich. So wurden wir gefragt, ob wir nicht auch etwas Deutsches kochen würden. Was uns als erstes einfiel waren Weihnachtsplätzchen zu backen, also machten wir uns auf den Weg, um entsprechende Zutaten zu besorgen. Mehl und Zucker: Kein Problem. Butter? Ähm, nach langem suchen ja, da Indonesien mal niederländische Kolonie war gibt es auch holländische Butter. Zimt gibt es auch, allerdings nur in Stangen Form. Das heißt: Klein klopfen was das Zeug hält!

Die Gespräche während des klein Klopfens waren sehr bereichernd, da mir mal wieder neu aufgegangen ist, wie verwöhnt wir doch in der westlichen Welt sind. Bald geht es los mit dem Plätzchen backen, aber für’s erste gibt es mal gebrannte Cashew Nüsse. LECKER!!!

Wie starten?

Wie startet man eigentlich eine neue Arbeit in einem fremden Land? Uns erschien es am logischsten Leute zu fragen, die damit schon Erfahrung haben. Doch war es gar nicht so einfach, in dieser Gegend jemanden zu finden, den man fragen könnte, da es bisher weit und breit so gut wie keine gemeinnützige christliche Organisation o. ä. gibt. Über viele Ecken erfuhren wir dann aber von Max.

Max hat in der Gegend von Raja Ampat ein Hotel mit Hilfe von Einheimischen gebaut und finanziert auf diese Art seine vielen gemeinnützigen Projekte. Sie alle zu nennen würde den Rahmen hier sprengen. Bei unserem Besuch konnten wir einen einen kleinen Einblick in einige seiner Programme bekommen.

 

Es war ermutigend zu sehen, wieviel positive Veränderung eine Person bewirken kann! Gleichzeitig war der Besuch für uns hilfreich, um die Bedürfnisse der Menschen in der Gegend kennen hier kenne zu lernen, unsere Prioritätenliste neu zu ordnen und neue Ideen zu bekommen. Die Nöte und Bedürfnisse der Menschen hier sind schier unendlich und doch braucht es nichts mehr als Leute, die sich bereit erklären, zu helfen. Wie Jesus schon in der Bibel sagte: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den HERRN der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende.“

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Die Volksgruppe Batak

Heute Morgen besuchten wir eine Gemeinde der Volksgruppe der Batak. Es war im Gottesdienst interessant die Mischung zwischen  ihrer Kultur und deutscher Kirchentradition zu sehen.
Die Ursache dafür braucht unsereins nicht lange suchen - jeder Batak wird einem gleich davon erzählen, wenn er auf Deutsche trifft: Ludwig Nommensen, ein Nordfriese, der Im späten 19. Jahrhunderts lebte. Als kleiner Junge hatte er einen schweren Unfall mit einer Kutsche und konnte nicht mehr laufen. Er betete zu Gott, dass wenn Er ihn gesund machen würde, so würde er soweit das Evangelium verkünden soweit seine wieder gesunden Beine ihn tragen würden. Sie trugen ihn bis nach Sumatra zur Volksgruppe der Batak. In seinen letzten 30 Lebensjahren kamen durch ihn über 150.000 Menschen zum Glauben und es entstanden 500 Gemeinden. 
Heute ist die Volksgruppe der Batak die größte christliche Volksgruppe in Indonesien und die einzige Volksgruppe, die sich dezidiert über das Christentum identifiziert.

Fischmarkt

Von Fischliebhaber zu Fischliebhaber braucht man zu diesen Bildern nicht wirklich viel sagen. Diese Vielfalt einfach ist gigantisch!!!

Knuffels

Cory ist die Tochter unserer Homestay-Familie und sie hat uns heute gleich mal mit zu ihrem Arbeitsplatz genommen. Man was das knuffig die Kindergarten Kinder zu beobachten und wir durften. Natürlich wollten die Kinder auch wissen, wie das Leben in Deutschland so ist! Als wir zum Thema Jahreszeiten kamen und genauer auf den Winter eingegangen sind, ist eines der Mädchen regelrecht ausgeflippt. Sie konnte gar nicht mehr davon abgebracht werden, dass alles ja genauso wie im Film "Frozen" ist.

Vulkanausbruch

Indonesien liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, so dass es zu Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Erd- und Seebeben kommen kann. Die verheerenste und vermutlich bekannteste Katastrophe jüngster Zeit war wohl das Seebeben im Dezember 2004 vor der Insel Sumatra, das eine Flutwelle ausgelöste und hunderttausende Todesopfer forderte.

 

Der Berg Agung auf Bali wurde schon seit September als aktiv gemeldet und schon zu diesem Zeitpunkt wurden die Einwohner evakuiert.

 

Da Bali ein ganzes Stück von uns hier in Bandung entfernt ist, müssten wir uns vermutlich bei einem Ausbruch nur über einen möglichen Ascheregen sorgen. Was allerdings noch spannend wird ist, ob wir am Dienstag zu unserem Homestay nach Sorong fliegen können?

So ein Müll!

Deutschland gehört zu den wenigen Ländern, die Vorreiter in vielen Lebensbereichen sind. Vorne dran: Alles um das Thema Umweltschutz. Sobald man als Deutscher ein asiatisches Land betritt, wird man meist auch mit deren sehr befremdlichen Müll-Philosophie konfrontiert. Wir zucken jedesmal innerlich zusammen, wenn auf dem Weg zur Schule oder nach Hause jemand vor uns läuft und mit einer unfassbaren Selbstverständlichkeit einfach seine Plastikflasche oder anderen Müll fallen lässt. Auch fragte ich mich bis vor wenigen Jahren immer, wie es überhaupt möglich ist, dass Tonnen an Müll im Ozean landen - jetzt wundert mich da gar nichts mehr.

Wie ist das möglich?

  1. In erster Linie ist es die fehlende Bildung. Es fehlt schlichtweg das Wissen darüber, dass Plastik nicht wie früher das Bananenblatt einfach verrottet. Auch ist man von Tonnen an Müll im Ozean ja nicht direkt betroffen und versteht nicht, dass dies letztlich wieder Auswirkungen auf uns als Menschen haben kann.
  2. Kurzsichtigkeit: Wir kommen aus einer Kultur, in der man vorausschauend plant, den Wert darin erkannt hat und auch für nachfolgende Generationen ein angenehmes Leben ermöglichen möchte. Diese Sichtweisen ist hier selten anzutreffen. Sobald man am Monatsende Geld bekommt, wird es ausgegeben. Auch wenn innerhalb weniger Tage alles weg ist und damit nichts mehr für Nahrungsmittel oder ähnliches für die Familie übrig bleibt.
  3. Fehlende Nächstenliebe und Rücksichtnahme: Die Menschen schmeißen hier besonders gerne den Müll in den Fluss, weil er dann ja fortschwimmt. Das der Fluss irgendwann ein Ende hat und dort Menschen wohnen, wissen die Leute schon, aber es kümmert sie nicht. Was gehen sie schon die Leute dort an. Ist halt deren Problem.

Auswirkungen bei uns in Bandung

Heute Morgen erfuhren wir von unserem Lehrer, dass es für ihn gerade schwierig ist auf die Arbeit zu kommen. Im Süden der Stadt ist alles überflutet. "Warum?" fragten wir ihn. Der viele Müll der Stadt verstopfe die Kanalisation. Er zeigte uns Bilder auf seinem Handy und wir konnte es fast nicht glauben, aber seht selbst:

Hier findet ihr einen kurzen Nachrichten-Clip über die derzeitige Situation.

Was kann menschen verändern?

Ja, das überfüllte Java hält uns immer wieder einen Spiegel vor Augen. So wie die Menschen hier, sind wir alle von Natur aus. Oft kurzsichtig und wenig einsichtig, dafür aber stolz und noch dazu egoistisch und korrupt. „Wir stolzen Menschenkinder, sind alle arme Sünder und wissen gar nicht viel“ hat Matthias Claudius einmal gedichtet. Wie recht er doch hat! Was wir darum brauchen ist eine Begegnung mit unserem Schöpfer, damit wir aussteigen können aus dem System, dass alle hier fahren und sich damit immer mehr zu Grunde richten. Wir brauchen Rettung und einen Retter, der uns zeigt, wie Leben wirklich geht und uns zur Seite steht, wenn es dran ist gegen den Strom zu schwimmen. Der Retter ist schon da - nur ein Gebet weit entfernt. Alles, was wir ihm zu geben haben, ist unser Leben. Unser kleines, mickriges Leben - mit all seinen Fehlern. Er wird dann Herr sein in unserem Leben und wir dürfen merken, dass das mehr Freiheit bedeutet, als wenn wir unter unserer eigenen Herrschaft stehen und uns dabei noch vorgaukeln, frei zu sein.

Nachsitzen

Heute mussten wir mal wieder „nachsitzen“, was nicht unserer Faulheit, sondern der Regenzeit geschuldet war. Es gießt gerade so in Strömen, dass man selbst mit Regenschirm klatschnass wird. An sich wäre das kein Problem, wenn man sicher sein könnte, zu Hause heiß duschen zu können oder wenn man eine Heizung hat. Aus dem selben Grund duschen viele vor 18 Uhr, um vor dem Schlafengehen noch genügend Zeit zum Haare trocknen zu haben.

Naja, auf diese Weise hat man mehr Zeit für andere Dinge wie bspw. einen Blogg Artikel zu schreiben. ;)
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Schwarze Magie

Mit Aberglauben und Esoterik ist man ja auch in Deutschland immer wieder konfrontiert, aber wie sieht es mit Schwarzer Magie aus? Was im Westen oft als Schwachsinn abgetan wird ist in vielen östlichen Ländern noch tägliche Realität. Besonders in ärmeren Gegenden hier in Indonesien ist es normal, bei Krankheiten und unerfüllten Wünschen den “Medizinmann” aufzusuchen.

Polizeistaat?

Heute habe ich mal wieder gemerkt, wie gut es uns im Westen doch mit unserem Rechtssystem geht. Zum einen hören wir immer wieder wie viele Einheimische sich über die Korruption ihrer Regierung aufregen und dem Ganzen machtlos gegenüberstehen und zum anderen merken wir plötzlich, was es heißt, wenn keine Polizei da ist, die unser Recht ausführt.

Eigentlich war ich heute mit Freundinnen zum Kaffeetrinken verabredet. Als eines der Mädels absagte, weil sie plötzlich krank wurde, sagte die andere sie traue sich nicht alleine zu kommen. Letzte Woche wurde sie mit dem Roller von der Polizei angehalten. Der Polizist weigerte sich ihren Ausweis zurückzugeben, wenn sie sich nicht mit ihm einige Stunden in ihrer Wohnung vergnügen würde.

 

Wir hören immer wieder von Vorfällen wie diesen, wo Beamte ihre Machtposition zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Auch unsere Lehrerin wurde schon von der Polizei zu einem Erpressungsgeld gezwungen und in diesem Zusammenhang erzählte sie, dass viele keinen Personalausweis bekommen können, weil sie sich das Erpressungsgeld für die Beamten nicht leisten können.

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Guck mal wer da ist!

Diesen Schreihals haben wir ja schon oft gehört, da er uns so manches Mal den Schlaf rauben wollte, aber diesmal hat sich der schüchterne Kerl doch tatsächlich endlich blicken lassen. Die durch das Licht angezogenen Insekten waren ihm wohl ein willkommenes Abendessen und so war ich erst erschrocken ein so "riesiges" Tier an meinem Fenster kleben zu sehen und dann doch irgendwie amüsiert.

Unser Haustier: Ein Tokey
Unser Haustier: Ein Tokey
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So viele Menschen?

Eigentlich ist ja diese Karte selbsterklärend und irgendwie war mir diese Information auch schon bekannt, aber das ganz so grafisch aufbereitet zu sehen hat mir nochmal vor Augen geführt, wie überfüllt dieses kleine Stückchen Land, auf dem wir leben, doch ist.

 

Auf diese Weise erklärt sich einmal mehr der verstopfte Verkehr, dem wir täglich ausgesetzt sind.

 

Was auch interessant für mich war: Palau (wo wir vorher gelebt haben) befindet sich auf dem andere Ende der Weltrangliste (hier gehts zur Quelle).

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Wasserfall 5min von Zuhause!

Es ist irgendwie verrückt, dass wir in sieben Monaten nicht ein einziges Mal den nur 5 Minuten entfernten Wasserfall angeschaut haben. Als uns dann aber heute eine Freundin fragte, ob wir mit ihr gehen würden, haben wir es endlich geschafft. :)

Ein Stückchen Himmel

Heute war ein besonders ermutigender Abend. Spontan sind wir zur Graduierungsfeier eines Freundes gefahren - bei FootballPlus. Jeder, der uns etwas besser kennt, weiß, dass wir soviel mit Fußball zu tun haben wie die Weißwurst mit dem Mars. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und Gott überraschte uns über alle Maßen.

Ohne diese Möglichkeit wären wir schon oft aufgeschmissen gewesen.
Unser Grabfahrer (günstiges Taxi, dass man per App bestellen kann)

Die erste Hürde war überhaupt hinzukommen. Normalerweise nutzen wir öffentliche Verkehrsmittel, allerdings ist der Ort so abgelegenen, dass wir befürchteten gar nicht hinzukommen, da wir am Tag vorher schon fast eine Stunde auf ein Fahrzeug für ein näher gelegenes Ziel gewartet hatten.

Nepal, Deutschland, Kenia, Australien/Indonesien, Thai/Italien
Nepal, Deutschland, Kenia, Australien/Indonesien, Thai/Italien

Dort angekommen realisierten wir wie verrückt es ist, hier "am Ende der Welt" Menschen von allen Kontinenten und so vielen verschiedenen Ländern zu treffen. Das Schönste daran ist jedoch, dass wir durch die Liebe zu dem Einen (Jesus), der uns errettet hat, verbunden sind. Es war ein Vorgeschmack auf den Himmel!

"Wir haben hier keine bleibende Stadt,

sondern die zukünftige suchen wir." 

Dieser Vers begleitet uns nun seit über 4 Jahren und wir freuen uns auf die ewige Stadt, in der wir endlich ein bleibendes Zuhause und hoffentlich alle uns lieb geworden Menschen wieder sehen werden!

Indien, Russland, Indonesien, Indonesien, Belgien, Nepal, England, Kroatien, Indien, Schottland, Australien, Kenia, Thailand, England (Länder von links nach rechts)
Indien, Russland, Indonesien, Indonesien, Belgien, Nepal, England, Kroatien, Indien, Schottland, Australien, Kenia, Thailand, England (Länder von links nach rechts)
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Überall Wasser nur nicht dort wo es sein soll

Seit wenigen Tagen hat bei uns die Regenzeit begonnen, was nicht ungewöhnlich ist für diese Jahreszeit. Auch wenn es verrückt klingen mag, aber bei um die 20 °C wird es uns inzwischen schon kalt. Wir gehen inzwischen mit Pullover und Strickjacke zu Schule und das obwohl wir uns auf der Höhe des Äquators befinden.

Was aber gerade noch viele witziger dabei ist, ist das wir aus unerklärlichen Gründen seit Tagen kein Wasser haben. Während also um uns herum die Straßen überfluten, die Flüsse über die Wasser treten und es in unser Wohnzimmer regnet, bleibt unsere Toilette und Dusche trocken.

Zurück aus den Ferien

Dankbar schauen wir zurück auf eine tolle und gefüllte Zeit in Deutschland. Neu aufgetankt starteten wir wieder unsere Reise zurück nach Indonesien.

Mit einem doppelten Regenbogen verabschiedeten wir uns aus Deutschland und hatten dann noch einen kurzen Transit bei Freunden in Singapur.

Inzwischen sind wir wieder gut in Bandung angekommen und lernen auch schon wieder fleißig die indonesische Sprache. Wir sind gespannt was dieser neue Abschnitt wieder für uns bereit hält.

Urlaub

Wir sind gerade in Deutschland im Urlaub. Nicht ganz freiwillig aber wir genießen die Zeit trotzdem. Der eigentlich Grund für unser Kommen war nämlich, dass Johanna der Stift für ihr Zahnimplantat eingesetzt werden sollte, bevor sich der Knochen im Kiefer zurückbildet.

Johanna hat den Eingriff ohne Probleme überstanden und die Wundheilung geht bisher schneller als erwartet. Nun sind wir schon seit knapp 1,5 Wochen im Land, genießen die Gemeinschaft mit Freunden und Geschwistern, den deutschen Sommer und so manche Leckerei, die es bei uns in Indonesien nicht gibt. 

Wie gesegnet wir doch sind...

Was kommt heraus, wenn man Papua Neuguinea und Indonesien kreuzt? West-Papua.Seit dem wir in Papua angekommen sind, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Land und Leute sind so anders, als wir es von Papua Neuguinea her erwartet haben. Ein verrückter mix aus Papua Neuguiena und Indonesien. Es fühlt sich schon fast wie zu Hause an. Das kann allerdings auch daran liegen, dass wir gerade einfach so freuen, unsere Schüler, die wir auf Palau unterrichtet haben, endlich wieder zu sehen. Es ist so toll, zu hören, was so alles los war die letzten Monate und gemeinsam Zeit zu verbringen. Vor allen Dingen durften wir endlich ihre Familien kennen lernen und können jetzt sogar auf ihrer Sprache mit ihnen reden! Die Herzlichkeit und und großzügige Gastfreundschaft mit der sie uns begegnen übertrifft alles, was wir bisher erlebt haben. Papua Barat, West Papua, hat definitiv schon jetzt unser Herz erobert.

Long time no post!

Das liegt einfach daran, dass wir gerade mega viel für das Lernen der Sprache machen müssen.

 

Morgen steht schon der zweite Test an und wie man auf der Statistik sehen kann, haben wir bis zum heutigen Tag schon fast 2.000 Wörter gelernt. Verrückt wie die Zeit vergeht.

Woran wir auch noch fleißig gearbeitet haben ist unser Newsletter, in dem noch etwas mehr über unsere ersten Eindrücke und Erlebnisse geschrieben haben. Falls ihr diesen noch nicht bekommt, einfach unten rechts eure Emailadresse eintragen.


Endlich

Lange hat es gedauert, aber endlich halten wir unsere Studentenvisa in Händen!
Lange hat es gedauert, aber endlich halten wir unsere Studentenvisa in Händen!

Ursprünglich kamen wir nach Singapur für unser Studentenvisa, aber es ist unfassbar was wir während unseres Aufenthaltes alles erlebt haben. Es waren besonders die Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, die uns einfach nur staunen ließen. Weil dies so eindrücklich für uns war, werdet ihr mehr Details in unserem nächsten Newsletter finden. Um unseren Newsletter zu erhalten, könnt ihr einfach eure Emailadresse unten in unsere Liste eintragen.

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A fine City - Singapur

Das Wort "fine" ist im Englischen doppeldeutig und kann "fein" aber auch "Bußgeld" bedeuten, was in diesem Fall perfekt auf Singapur zutrifft. Aber erstmal zu dem Feinen :)

Singapur gehört definitiv zu den schönsten Großstädten die wir bisher gesehen haben. Alles ist super schön angelegt und sehr grün. Leider ist es auch mega teuer deshalb können wir euch hier nur ein paar kleine Sehenswürdigkeiten zeigen die wir auf "low budget" besucht haben:

Garden by the Bay

Diese Bäume sehen aus wie aus einer anderen Welt. In Wirklichkeit sind es bepflanzte Gerüste, die tagsüber Sonnenenergie auftanken, um nachts in den verschiedensten Farben zu leuchten. Selbstverständlich kann man sich auch die verschiedenen "Indoor Gärten" und den größten "Indoor Wasserfall" für 28 singapurische Doller ansehen, aber einfach nur den Park genießen war für uns schon ein mega Highlight und wunderschön.


Marina Bay Sands Shops&Hotel

Diese Länden sind definitiv nichts für unseren Geldbeutel, aber da sie in der Nähe gelegen sind mal interessant zu besuchen.

 

Das Hotel ist bekannt für seine Dachterrasse, von der man einen tollen Blick auf die Stadt haben soll. Als Hotelgast kann man dort oben auch die Aussicht aus einem Infinity Pool genießen. Wir haben uns das Ganze von unten angesehen und waren schon beeindruckt :)


Marina Bay Barrage

Wenn wir das richtig verstanden haben ist dieser Ort so etwas wie eine Frischwasserzubereitungsanlange (langes deutsches Wort :) ). Auf der grünbepflanzten Dachterrasse hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Skyline von Singapur und es ist ein toller Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen.


Besser man informiert sich vorher

Wir haben schon oft Gerüchte darüber gehört, dass Menschen für das Spucken in der Öffentlichkeit eine Strafe zahlen mussten. Als wir uns näher mit den "Do's & Don'ts" beschäftig haben waren wir ziemlich erstaunt, das dies wahr ist und es noch mehr dieser Gesetze gibt. Hier ein paar Beispiele:

  • Das unsachgemäße entledigen eines Kaugummis kann bis zu 1.000 S$ kosten.
  • Nicht spülen einer öffentlichen Toilette kann schon zu einer Strafe führen. Es gibt sogar Aufzüge, die mit einem "Urindetektor" ausgerüstet sind. Sie schlagen Alarm, falls jemand auf die Idee kommen sollte, in einen Aufzug zu urinieren.
  • Die singapurische Polizei ist dazu berechtigt, jede beliebige Person auf Spuren von Drogen zu untersuchen. Dh. es spielt keine Rolle, ob man die Drogen außerhalb des Landes eingenommen hat, wenn Restbestände im Körper aufzuspüren sind, muss man ins Gefängnis.
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Raus aus Indonesien...

Warum wir kurz Indonesien verlassen müssen

Normalerweise bekommt man leicht die Krise, wenn so wichtiger Papierkram wie Visageschichten nicht laufen wie geplant. Da wir allerdings schon von Freunden wussten, dass man für ein Jahresvisum das Land verlassen muss, waren wir relativ vorbereitet.
Heiß begehrt: Ein Foto mit dem Ausländer :)
Heiß begehrt: Ein Foto mit dem Ausländer :)

Also packten wir mal wieder unsere Koffer, um für wenige Tage nach Singapur zu fliegen. Da der Flug von Jakarta aus ging, fuhren wir zunächst mit dem Taxi zum Busbahnhof. Dumm nur, dass der nächste Bus erst wieder in 4 Stunden fuhr. Aber so lernten wir nette Menschen unterwegs kennen und konnten gleich unsere neu gelernten Vokabeln anwenden.

Spendiert von unseren neu gewonnenen Freunden - So lässt es sich doch aushalten :)
Spendiert von unseren neu gewonnenen Freunden - So lässt es sich doch aushalten :)

Um 23:00 Uhr saßen wir dann endlich im Bus, um dann weitere drei Stunden zu sitzen :D

Nach unserer verhältnismäßig langen Reisen sind wir jetzt megaglücklich in Singapur angekommen und hoffen, dass alles mit unseren Unterlagen reibungslos abläuft und wir die wenigen Tagen hier etwas genießen können.

Ausflug auf den Vulkan

Verfaulte Eier und anderes Verrücktes

Heute ging es ganz spontan mit unseren neuen Freunden Sarah, Benni und Marvin auf 2.000 Höhenmeter. Dort besichtigten wir einen Vulkan, der wie man auf dem Bild erkennen kann, noch fleißig Schwefeldioxid von sich gibt, was nach verfaulten Eiern riecht. Aktiv war er wohl schon länger nicht mehr, aber es flößt einem doch schon etwas Ehrfurcht ein, wenn man nur ca. 20 km davon entfernt wohnt.

Wir Zwei

Nach mehreren Tagen zu Hause und vielem Lernen tat es mal wieder richtig gut raus zu kommen (an die frische Luft kann man jetzt nicht unbedingt sagen :), aber die Bewegung und die Aussicht haben definitiv gut getan).

Neue Freunde

Hier auf dem Bild sieht man unsere Truppe, mit der wir heute unterwegs waren. Es ist immer wieder toll neue Leute zu treffen. Besonders angenehm ist es, wenn man auch mal wieder reden kann wie einem der Schnabel gewachsen ist - deutsch ;).

Der beste FAhrer

Verrückt wird es dann, wenn man sogar im "Taxi" deutsch sprechen kann. Ja, unser Fahrer hat 15 Jahre in Deutschland gelebt und die Fahrt ging super schnell vorbei, weil wir uns so gut unterhalten haben.


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Neues Zuhause fern von Zuhause

Der Blick aus unserem Küchenfenster ist unbezahlbar!
Der Blick aus unserem Küchenfenster ist unbezahlbar!

Immer wieder zog es uns in eine bestimmte Gegend von der man einen wunderschönen Blick auf die grünen Terrassen in der Umgebung hatte. Leider waren die Häuser dort entweder zu groß oder nicht möbliert und so liefen wir immer wieder die Gegend ab ohne Erfolg. Als wir uns dann für eine Wohnung entschieden hatten und noch eine Rückfrage an die Vermieterin mailten, sagte sie uns am Telefon, dass die Wohnung leider schon anderweitig vergeben wurde.

Misteriös

Als wir unsere "Lieblingsgegend" schon fast aufgegeben hatten, erhielten wir unverhofft eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Eine Dame hatte gehört, dass wir auf Wohnungssuche sind und sie suchte Nachmieter. Also machten wir uns auf und sahen uns die Wohnung an.

Frischer Mangosaft (60c) - Ein "Muss" in unserer Straße!
Frischer Mangosaft (60c) - Ein "Muss" in unserer Straße!

Location

Unsere Straße ist die Beste! Wir wohnen jetzt in einer Metropole und dennoch im Grünen. So widersprüchlich das klingen mag, es ist doch irgendwie möglich. Die Wohnung war bereits möbliert und die Vormieterin hat uns zusätzlich einiges überlassen. Die Schule ist nicht mal 10 Min. zu Fuß entfernt und in unserer Straße "Dago Pojok" haben wir alles, was wir zum Leben brauchen. Wir sind so froh und dankbar über unser neues Zuhause!

Nicht genau hier, aber gleich um die Ecke wohnen wir.


Impressionen aus unser Straße

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Erster Schultag

Hier ein kleiner Einblick in unser Klassenzimmer:

Mit Spielgeld haben wir heute schon die Zahlen gelernt.

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Liebe auf den ersten Blick

Endlich sind wir in Indonesien angekommen, genauer gesagt befinden wir uns in Bandung, welche einer der Größten Städte Indonesiens ist. Was wir bisher erlebten und welche Eindrücke die Stadt auf uns macht, erfahrt ihr hier. Soviel sei schon einmal gesagt: Es war Liebe auf den ersten Blick!

Essen

Es ist unfassbar wie vielfältig die Küche hier ist. Allein in unserer Straße gibt es unzählige Möglichkeiten für wenig Geld etwas Leckeres zu essen.

Bisher haben wir auch noch nichts gefunden, dass uns nicht "gemundet" hat. Das bekannteste Essen ist wohl "Nasi Goreng", was wörtlich übersetzt "Reis gebraten" bedeutet und ein Nationalgericht ist.

Einkaufen

Da in Indonesien viele Markenhersteller ihre Ware produzieren lassen, war gerade Bandung immer für seine Firmen-Outlets bekannt.

 

Aber auch hier ist das Zeitalter des Internets angekommen und so bevorzugen nun viele Indonesier sich ihre Waren direkt ins Haus liefern zu lassen.

Verkehr

Generell fährt man in Indonesien auf der linken Straßenseite. Allerdings ist es immer wieder ein Abenteuer den Verkehr live zu erleben. Irgendwie ist er chaotisch und geregelt zu gleich - wenn man die Regeln kennt... ;)

 

Was für uns eine mega Erleichterung ist, ist das wir alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können.

Währung

"Wir sind Millionäre!", dachten wir uns, als wir unsere Anmeldegebühren für die Sprachschule bezahlten. Der Wechselkurs liegt derzeit bei 14.200 IDR (indonesische Rupiah) für einen Euro.

 

So oft wie hier waren wir noch nie in so kurzer Zeit hintereinander bei einem Geldautomaten :)

Menschen

Indonesien gilt als größtes muslimisches Land nach Bevölkerung und so haben wir uns inzwischen an den Anblick von Kopftüchern und Moscheen gewöhnt.

 

Was noch gewöhnungsbedürftig ist, ist der Gebetsruf des Muezzin, der mehrmals täglich über den Lautsprecher zu hören ist.

 

Wohnen

Derzeit wohnen wir noch in einem Gästehaus und suchen ein passendes Apartment.

 

Generell gibt es in der Nähe unserer Sprachschule einige Häuser, die leer stehen, aber solange wir nicht in der Stadt registriert sind, können wir noch keine Wohnung mieten.

Deshalb ist noch etwas Geduld gefragt.


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Unter Wasser

Das Wetter spielt in den letzten Tagen mal wieder verrückt. Eigentlich sollten wir jetzt, wie auch schon im letzten Jahr, mitten in der Trockenzeit sein, stattdessen regnet es seit Wochen unentwegt. Der Regen war heute so stark, dass das Wasser sogar in unserer Erdgeschosswohnung über die Schwelle trat.

Gut, wenn man wie die Studenten auf dem Bild seinen Nutzen aus diesem Wetter ziehen kann. Sie spielten den ganzen Nachmittag Football und rutschten mit Styroporplatten auf dem unter Wasser stehenden Rasen herum.

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Die grausame Schlacht auf Peleliu

Heute ging es auf eine Geschichtsexkursion über den 2. Weltkrieg. Genauer gesagt: Dem in Deutschland eher unbekannten Pazifik-Krieg und der grausamen Schlacht auf Peleliu.

 

Auf Peleliu angekommen wurden wir von Des abgeholt, der uns die Insel zeigen wollte und gleich eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse gab:


Was war?

Nach dem 1. Weltkrieg wurden Japan Teile des Pazifik und damit auch Palau als Völkerbundsmandat zur Verwaltung unterstellt. Was niemand ahnte war, dass Japan ziemlich unmittelbar danach began, die Verwaltungszone entgegen der Auflagen für einen Krieg zuzurüsten, Verteidigungsstellungen installierte, und Einheimische militärisch schulte.

Die flache Inseloberfläche auf Peleliu lud dazu ein, einen Flugstreifen zu errichten und die Anhöhe, die später unter dem Namen „Bloody Nose Ridge“ traurige Berühmtheit erlangen sollte, war dank der vielen Höhlen ideal für Geschützstellungen, um den Flugstreifen zu verteidigen. Zu deutschen Kolonialzeiten wurde auf Peleliu Phosphat abgebaut, was ein Tunnelsystem hinterließ, welches von den Japaner lediglich ausgebaut werden musste. Dort hatten mehrere tausend Mann und auch ausreichend Proviant und Munition Platz.

Schwer vorstellbar, dass an diesem Strand diese schreckliche Schlacht stattgefunden hat.
Orange Beach - Schwer vorstellbar, dass an diesem Strand diese schreckliche Schlacht stattgefunden hat.

Warum dieser Krieg?

Nach dem Angriff Japans auf Pearl Habor in Hawaii eroberten sich die Amerikaner Insel für Insel den Pazifik zurück, um sich schließlich nach Japan vorzuarbeiten und sich zu rächen. Man ging zunächst davon aus, dass Palau und der Flugstreifen auf Peleliu strategisch sehr wichtig wären, um von dort die Philippinen einzunehmen und damit Japan besser erreichen zu können.

Was Geschah?

Nachdem Amerika durch einige Luftangriffen etliche Ziele an der Oberfläche von Peleliu zerstört hatte, machte sich am Morgen des 15. September 1944 die 1.Marine Division ziemlich siegessicher mit Amtracs auf den Weg zum Strand von Peleliu. Das Korallenriff, die starke Strömung und die im Riff versteckten Sprengsätze waren allerdings ein unerwartetes Hindernis, sodass viele Soldaten ins Kreuzfeuer der gut positionierten Japaner kamen. Letztendlich schaffte es kaum eines Amtracs heile bis an den Strand. Nach drei Tagen waren bereits 50 % der amerikanischen Soldaten ums Leben gekommen.

 

Als nach Wochen endlich der Flugstreifen eingenommen war, stellte man fest, dass keine Flugzeuge starten konnten, da diese durch die Schießscharten auf der Anhöhe „Bloody Nose Ridge“ in Schach gehalten wurden. Die Luftangriffe der Amerikaner hatten die unterirdischen Verteidigungsanlagen fast unversehrt gelassen.

 

Die Schlacht um Bloody Nose Ridge, gegen die Japaner in ihren Höhlensystemen und ihren Scharfschützen, dauerte insgesamt fast drei Monate und kostete im Endeffekt über 11000 Soldaten das Leben - die meisten von ihnen zwischen 17 und 20 Jahren alt.

 

Japanisches Flugzeug
Japanisches Flugzeug
Amtrac
Amtrac
Schießscharte auf der Anhöhe
Schießscharte auf der Anhöhe

Es war ehrlich gesagt eine echte Herausforderung, sich auf dieser grünen, unfassbar ruhigen Insel ein solches Kriegsgeschehen vorzustellen. 

 

Fast alle Bäume abgebrannt. Der Lärm der Waffen, das Geschrei der Verletzten und der Gestank erst! Augenzeugen nach die größte Tortur der Schlacht: Durch das ständige Kreuzfeuer und den harten Korallenboden konnten Tote nur selten begraben werden und die Notdurft mussten die Soldaten meistens in den eigenen kleinen Schützengräben verrichten. Der Geruch von Verwesung, Schießpulver, Diesel und Exkrementen, dazu die Hitze, der Schlafmangel, die vielen Toten und Verletzten haben der Schlacht um Peleliu den Ruf der härtesten Schlacht des 2. Weltkriegs eingebracht. Man kann sich das Gefühl derer, die diese Hölle auf Erden überlebt haben, nur schwer vorstellen - vor allen Dingen dann, als sie erfuhren, dass die Einnahme von Peleliu entgegen der ursprünglichen Informationen völlig irrelevant für die Eroberung der Philippinen gewesen ist: Noch während die Soldaten am Bloody Nose Ridge um ihr Leben kämpften, nahmen andere Divisionen des US Militärs die Philippinen ein, ohne den Flugstreifen in Peleliu je gebraucht zu haben.

Wer mehr über den Pazifikkrieg erfahren möchte, dem empfehlen wir die dokumentarische Mini-Serie „The Pacific“ von Steven Spielberg und das Buch von Eugene Sledge „With the old Breed“.


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Lasset die Kinder Zu mir kommen...

...und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes (Matthäus 19,14). Wie das wohl heutzutage aussehen würde, wenn Jesus Kinder bei sich versammeln würde? Ich glaube, dass was wir heute erlebt haben diesem ziemlich nahe kommen würde.

Wir hatten heute das Privileg die Kinderevangelisten Marilyn und Nick Krake zu unterstützen und so besuchten wir die größte Grundschule auf der Insel, um den Kindern etwas zum Thema "Vertrauenswürdigkeit" weiterzugeben.

Was ist "Vertrauenswürdigkeit"?

Was sagen andere Kinder zu diesem Thema?

Wie schwer man sie bekommt und wie schnell man sie verliert.

"Warum es ein Muss ist, glaubwürdig zu leben."

All das und viel mehr wurde am heutigen Morgen auf eine kindgerechte Art weitergegeben, aber auch die Erwachsen hatten Freude daran.

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Airai Jugend Konferenz

Das Motto der Jugendkonferenz stand unter Römer 5,2b: "Wir rühmen uns der Hoffnung der Herrlichkeit."
Es wurde viel gesungen und anhand von anderen Darbietungen zu einem Leben mit Jesus ermutigt. Herausfordernd war die Sonntagspredigt von Billy Kuartai, der die Jugendlichen daran erinnerte: "Ihr seid noch nicht in der Ewigkeit angekommen" und dass es deshalb wichtig ist, sich zu erinnern und ein entsprechendes Leben zu führen.

Bilder  vom SamstagAbend

Der Sonntag war im Grunde dann auch unsere Verabschiedung von den Jugendlichen der Kirche, weil wir sie bis zu unserer Ausreise nicht mehr alle gemeinsam antreffen werden. Im Rahmen des Gottesdienstes wurden wir vier auch noch einmal nach vorne gerufen, alle Anwesenden über die bevorstehende Ausreise informiert und ein Entsendungsgebet gesprochen.

Wir staunen immer wieder, wie viele Melodien uns doch bekannt vorkommen und besonders alte, deutsche Kirchenklassiker werden in palauischen Liturgien häufig verwendet (z. B. "Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte"). Heute hörten wir zum Abschluss der Veranstaltung unser Hochzeitslied ("10.000 Reasons" von Matt Redman) zum ersten Mal auf palauisch, was eine besondere Ermutigung für den neuen Lebensabschnitt war.

Ausgesendet

Heute war es für unsere Teamkollegen endlich soweit: Ihre Gemeinde hat sie offiziell in eine Arbeit in Papua ausgesendet. Der Gottesdienst war sehr emotional und es flossen einige Tränen.

Sofern alles mit unserem Visa klappt geht es am 17. Februar erstmal gemeinsam in die Sprachschule. Wie es dann weiter geht, bleibt weiter spannend. 

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Neue Untermieter - Kindergeburtstag

Zurück auf Palau

Nach einer zweitägigen Reise sind wir erschöpft wieder auf Palau angekommen. Das Internet lässt mal wieder zu Wünschen übrig, aber dafür dürfen wir wieder in der Wärme sein.

Abschied nehmen in Thailand

Schimmeltür


Untermieter

Während unserer Abwesenheit haben wir mehrere Untermieter in unsere Wohnung bekommen namens Kakerlaken und Schimmel. Die Luftfeuchtigkeit lässt sogar Türen zu schimmeln beginnen und so waren wir erstmal mit Putzen beschäftigt.

Kindergeburtstag

Ermutigend war es, dass wir gleich zu Beginn alle Freunde auf einem Schlag auf einem Kindergeburtstag wieder sehen durften. 

Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Film für "unsere" Kids in unserer Küche.

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Frohe Weihnachten

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Abschiedsstimmung

Ganz plötzlich erfuhren wir, dass unsere Schüler uns schon Morgen früh verlassen werden. Geplant war, dass wir mit ihnen noch einmal einen Wasserfall hier auf der Insel besuchen. Allerdings regnete es aus Eimern, sodass es zu gefährlich wurde den Trampelpfad zum Wasserfall zu begehen.

 

Als wir die Kinder in den Wasserpfützen spielen sahen überkam es uns und seht selbst was aus unserem letzten gemeinsamen Nachmittag geworden ist.

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Unser Klassenzimmer

Heute gibt es mal eine 360° Ansicht unseres Klassenzimmers.

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Delfine

Da unsere Studenten aller Voraussicht nach bald verlassen werden haben wir uns überlegt mit ihnen das Delfin-Center auf Palau zu besuchen.

Der Besuch war wunderschön und Gott hatte sogar noch eine Überraschung für uns parat, aber seht selbst:

Eine Schildkröte hatte sich in den Netzen der Delfine verfangen. Als sie dann befreit wurde durften wir mit ihr auf dem Weg zur Freiheit noch ein paar Bilder machen.

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Blessed Night

Als ein alternatives Programm zum Gruseln an Halloween bot die Palau Evangelical Church eine "Blessed Night" an. Es war ein toller Abend für die Kinder und wir hatten auch unseren Spaß mit unseren "Baby-Sitter-Kids".

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Walk for Jesus

Jedes Jahr treffen sich fast alle evangelikalen Gemeinden auf Palau um für das Land, aber auch besonders in diesem Jahr für die anstehende Wahl des neuen Präsidenten zu beten. 

Es war toll zu sehen wieviele verschiedene Nationalitäten auf so einer kleinen Insel zusammen gekommen sind.

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Schulfest

Heute fand das erste Schulfest der zusammengeschlossenen Mädchen- (Bethania) und Jungen-Highschool (Emmaus) auf unserem Campus statt.

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Youth Camp

Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Wir sind dankbar für so viele tolle Kids! Mit ihnen erlebten wir viel Spaß, aber auch tiergehende Themen, lehrreiche Seminare und vieles mehr.

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Überraschung

Da unsre Schüler durchgehend fleißig studiert haben, wollten wir sie heute einmal überraschen. Ob diese Überraschung gelungen ist könnt ihr als Video unter folgendem Link sehen.

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Gottes Reden hören

Open heart - Speak for your servant hears 1. Sam. 3,10

 

Das war das Thema der Jungend-Konferenz dieses Wochenendes. Die Jugend aller PEC Gemeinden auf Palau versammelten sich zu diesem Thema im schönen Ngatbong. Mac predigte am Freitag über verschiedene „Herzenszustände“ und legte den Jugendlichen nahe, zu prüfen, wem ihr Herz wirklich gehört. Wer bestimmt ihr Leben? Sie selbst oder Gott?

 

Am nächsten Tag war der Nachmittag gefüllt mit Aktivitäten wie Volleyball, einem Workshop zum traditionellen Fisch und Tapioka einwickeln und vielen Konzerten.

Abends waren wir eingeladen zu 1. Sam 3,10 zu reden und unsere Geschichte zu erzählen, um den Jugendlichen zu veranschaulichen wie es aussehen kann, wenn Gott redet und was es bedeutet dem Reden auch Folge zu leisten. Die Gespräche nach der Abendveranstaltung waren sehr gut und wir sind gespannt, was Gott noch weiteres aus dem Wochenende entstehen lässt.

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Ein Sonntag in Aimelik

Heute durften wir einen Gottesdienst in einer ganz besonderen Kirche in Aimelik erleben. Das traditionelle Sommerhaus wird hier als Versammlungsort verwendet und es ging während des Gottesdienstes ein angenehmes Lüftchen.

 

Anschließend lud uns die Gemeinde zu einem gemeinsamen Mittagessen am Bootssteg ein. Auch hier merkte man kaum die heißen Temperaturen und so schmeckte der lokale Fisch gleich doppelt so gut.

Die Dürre ist weiterhin ein Gebetsanliegen! Wir haben zwar täglich in den Morgenstunden für kurze Zeit Wasser, sodass wir alle Behältnisse für den tätlichen Gebrauch füllen können, aber die Situation ist weiterhin instabil. Auf dem Weg zum Gottesdienst konnten wir an vielen Bäumen erkennen, dass die sonst so grüne Insel ihre „Farbe verliert“. Danke für alle eure Gebetsunterstützung!

 

Nächstes Wochenende wurden wir für eine Jugendveranstaltung als Hauptredner eingeladen. Wir freuen uns und sind gespannt was wir erleben werden.

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Bitte betetet für Regen!

Hier in Mikronesien hat nun doch die lange angekündigte Trockenzeit begonnen, die durch das Wetterphänomen El Nino ausgelöst wird. Seit einigen Wochen haben wir nur noch in den frühen Morgenstunden und abends von ca. 18 bis 22 Uhr Wasser. Von Freunden aus Chuuk haben wir gehört, dass gar kein Wasser mehr aus ihrer Leitung kommt.

 

Im Gegensatz zu Chuuk regnet es in Palau gelegentlich wenigstens noch, aber die kleinen Schauer sind viel zu wenig, um den Grundwasserspiegel wieder zu erhöhen.

 

Daran dass das Wasser manchmal ein wenig bräunlich ist haben wir uns schon gewöhnt, aber heute morgen kam noch ein elendiger, “unterirdischer“ Gestank dazu. Die Leute hier vermuten, dass es daran liegt, dass die Wasserwerke mittlerweile nun auch Wasser aus schlammigen, modrigen Lagen abpumpen. Bisher konnten wir das Wasser meistens noch als Trinkwasser verwenden, aber das Wasser, das nun aus der Leitung kommt, führt selbst beim Duschen zu Brechreiz.

 

Wir merken mal wieder wie wertvoll Wasser ist und wofür wir es den ganzen Tag über verwenden (Essen/Trinken, Klospühlung, Wäsche waschen, Geschirr spülen, Duschen, etc.) Wie oft drehen wir aus der Routine heraus den Hahn auf, um dann wieder mal festzustellen, dass wir ja gerade kein Wasser haben. Besonders für Familien mit Kindern ist die Situation ein Problem. Unsere Nachbarin hat zwei Kleinkinder, ist im Moment schwanger und zugleich noch als Sekretärin für die Highschool hier tätig. Ihr könnt vielleicht erahnen, was das für eine Belastung für sie ist.

 

Unseren aktuellen Wasserstand findet ihr auf der Regierungsseite unter:

http://www.prh.noaa.gov/data/GUM/DGTGUM

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Ngaremlengui…

…ist der Name des Ortes an dem wir heute zum Sonntagsgottesdienst und predigen eingeladen waren. Hier eine kleine Bildergeschichte über das, was wir so erlebt haben:

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Keiner wie der andere

Die letzten Tage waren mit vielen außerschulischen Aktivitäten gefüllt. Christian predigte letzte Woche Sonntag wieder im englischen Gottesdienst und bereitet sich gerade für den kommenden Sonntag vor, wo er ein einer einheimischen Kirche predigen wird. 

 

Letzte Woche war Prüfungswoche in der Highschool und so testeten wir auch unsere Studenten, um dann nach der Auswertung ihres Lernstandes einen ausführlichen Bericht an die aussendende Kirche in Papua zu verfassen, die den Aufenthalt der Vier finanziert.

 

Zu Beginn des letzten Viertels des Schuljahres gab es dann wieder die soggenanten „Spiritual Emphasize Days“ auf denen Christian als Redner angefragt worden war und ein nationaler Feiertag (Day of Youth) gestern führte unerwartet zu einem freien Tag, den wir dazu nutzten, um als Team die Papuens  zum Grillen einzuladen und Gemeinschaft zu haben.

 

Es wird einem doch nie langweilig und kein Tag ist wie der andere.

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Unser erster Ausflug

Man kam es kaum glauben, aber in den zwei Monaten, die wir jetzt hier sind, sind wir bisher fast gar nicht vom Campus weggekommen. Zum einen gibt es schlicht und einfach einiges zu tun und zum anderen auch gar nicht so viele Dinge, die man hier ohne einen größeres Portemonnaie unternehmen kann. Manchmal vergessen wir glatt, dass wir uns auf einer Insel befinden.

 

Um so größer war unsere Freude als es sich ergab, dass wir auf einem Flug der PMA (Pacific Mission Aviation) dabei sein konnten.

 

Der ganze Trip lässt sich nur in Wows wiedergeben:

  1. Wow ist das Flugzeug klein!
  2. Wow! Wir fliegen mit offener Tür?!?
  3. Wow - der Start ist ja Hammer! (siehe gif)
  4. Wow! WOW! WOW! Guck mal da! Wow, wow,wow,wow! Wow ist das schön! Unfassbar! Wow! usw. (<- Dieser Teil beschreibt den Rest des Fluges. Am besten schaut ihr euch einfach die Bilder an :))

Die PMA unterstützt in Mikronesien von den Hauptinseln abgelegene Außeninseln, die entweder schwer oder gar nicht mit dem Boot erreichbar sind. Getreu ihres Mottos „Bringing Hope, Changing Lifes“ sind ihre Angestellten allerdings nie nur Piloten, Mechaniker oder Bürofachkräfte sondern sehen ihre Aufgabe auch ganz klar darin, das Evangelium zu verkündigen, Christen zu ermutigen und Gemeinden zu helfen.

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Team-building

Auch wenn unsere Haupttätigkeit zur Zeit das Englischunterrichten an der Emmaus High School ist, ist der Grund für unserer Zeit in Palau ein anderer: Wir sind hier um unserer zukünftigen Teamkollegen kennen zu lernen, die noch für einige Monate in der Vorbereitung sind. 

Unser erstes gemeinsames Teamfoto
Unser erstes gemeinsames Teamfoto

Zum Beginn der neuen Unterrichtsphase gingen wir gemeinsam mit den Ausbildern Steve und Anne Stinnette in den Norden von Babeldaob für ein paar Intensiveinheiten zum Thema Team-building. Neben den klassischen erlebnispädagogischen Elementen und den Unterrichtseinheiten zu Themen wie Kommunikation im interkulturelle Team, Werte unterschiedlicher Kulturen, Konfliktlösung etc. konnten wir uns in lockerer Atmosphere beim Kochen, gemeinsam Essen und Ausflügen besser kennen lernen.

 

Es waren tolle drei Tage, die eine gutes Fundament gelegt haben, um in der Zukunft als Team zusammenzuwachsen - ungeachtet der unterschiedlichen Kulturen aus denen wir kommen.

 

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Entdeckung

Wir befinden uns hier auf dem Campus der „Emmaus High School of Palau“ und als wir zum ersten Mal in die Einfahrt einbogen, war es ein andächtiger Moment. 1929 war Wilhelm Länge hier der erste Missionar der Liebenzeller Mission und danach folgten noch viele andere. Auch Länge wurde damals von seiner Aufgabe in Chuuk „abberufen“ und startet hier in Palau eine neue. (Mehr in seinem Buch: „Die Inseln rufen. Komm herüber und hilf uns!“).

Kirche in Ngiwal
Kirche in Ngiwal

Als wir eines Sonntages zum Gottesdienst nach Ngiwal fuhren, kamen wir zur damals ersten Missionsstation und es war sehr berührend im Gottesdienst die alten deutschen Gemeindelieder in der palauischen Sprache zu hören. Auch ist dort der Grabstein von Luise Länge zu finden, die bei der Geburt des 4. Kindes dort starb und in Ngiwal begraben wurde.

Neben dem Gebäude, in dem wir nun wohnen, ist der „Gospel Kindergarten“. Auch dieser hat für uns eine besondere Bedeutung. Im September 1966 startete unsere liebe Gebetsschwester Ingelore Lengning mit 18 Kindern diesen Kindergarten und bis kurz vor ihrem Tode (01/2013) sprachen wir noch darüber wie toll es wäre diese Arbeit kennenzulernen. Täglich dürfen wir die kleinen „Knuffles“ über den Zaun im Garten herumspringen sehen und freuen uns über sie.

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Endlich Weihnachten :)

Besser spät als nie

Hier auf dem Campus wohnen wir
Hier auf dem Campus wohnen wir

Seit dem Abschied in Chuuk ging es bei uns etwas drunter und drüber. Viele Mails sind in der Zeit liegen geblieben, sodass wir die vier Tag auf Guam erstmal zum Aufarbeiten nutzen mussten. Zugleich hatten wir eine Menge Sitzungen und Treffen mit Leuten - da blieb also keine Zeit mit der Seele hinterherzukommen und auch das Schlafpensum wurde auf das Minimum gekürzt.

Und dann ging es auch schon weiter nach Palau. Ein neues Land, neue Leute und eine neue Kultur. In unserem Rundbrief schrieben wir „Weihnachten in der Fremde“. So war es dann auch. Die Weihnachtspackete unsere Freunde und Familie waren trotz der wochenlangen Vorlaufzeit nicht angekommen und im Endeffekt saßen wir gemütlich bei Kerzenschein (Danke an Familie Betz!) an unserem Tisch und fingen an uns zu „besinnen“. In der fremden Umgebung, der Wärme und mit dem Fehlen jeglicher Dinge, die wir mit Weihnachten verbinden - da wollte keine Stimmung aufkommen. Weihnachten war also anders dieses Jahr - einfacher, irgendwie alltäglich und dadurch vermutlich irgendwie näher dran an der Stimmung, die wohl den ersten Weihnachtsabend der Geschichte umgeben hat.

 

Alltag ist das nächste Stichwort. Inzwischen haben wir mit dem Unterrichten an der High School begonnen und somit ist auch schon etwas Alltag eingekehrt. Jeden Tag unterrichten wir von 08-12 Uhr morgens Englisch.

Christian, Mac, Johanna, Andrea, Anne und Steve
Christian, Mac, Johanna, Andrea, Anne und Steve

Was uns allerdings echt im Nacken saß, war das Arbeitsvisum. Bei Steve und Ann hatte es sage und schreibe 8 Monate gedauert eins zu bekommen. Als Amerikaner können sie 1 Jahr als Touristen im Land bleiben. Unser Touristenvisum hingegen läuft morgen (14. Januar) aus. Wir beteten Sturm, dass Gott doch ein Wunder tun würde und.... ER tat es! Vor ca. 2 Stunden haben wir unser Visum erhalten, müssen also nicht ausreisen, können jetzt auch unseren Führerschein beantragen und damit weiterhin das Auto nutzen, dass Mac mit uns teilt.

Das war allerdings nicht das einzige Highlight des heutigen Tages: 

 

Unsere Weihnachtspäckchen sind angekommen!!

 

Es ist also der 13. Januar, 27 Grad Celsius und wir genießen Zimtsterne, Marzipan und Christstollen und freuen uns über das Geschenk unseres Visums. Fühlt sich an wie Weihnachten... :)