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Bokondini

Eine Woche lang ins Bergland nach Bokondini gehen zur großen Konferenz unserer Partnerkirche gehen - so war der Plan. Nie hätten wir erwartet, dass die Konferenz derart angefochten seien würde. Bei der Ankunft wurden wir von ca. 200 Kriegern mit Macheten, Pfeil und Bogen „begrüßt“. Ein Lokalpolitiker hatte einen Konflikt ausgelöst, der sogar zu Todesfällen führte und Bokondini mit dem Nachbardorf in den Kriegszustand versetzte. Während die Kirchenleitung zu vermitteln versuchte um den Frieden wieder herzustellen, saßen wir gemeinsam mit anderen Missionaren und vielen internationalen Gästen im Veranstaltungsort „fest“. Gott verwandelte die Situation für uns zum Segen: Für uns alle war es wie eine ungeplante Missionarsfreizeit. Ohne Internet und ohne Termine gab es viel Zeit sich kennen zu lernen und später sogar die Möglichkeit, Dörfer im Umkreis zu besuchen.

Eine Woche später begann dann doch noch die Konferenz. Leider ohne die internationalen Gäste, denn die mussten ihre schon gebuchten Flüge wahrnehmen.

 

Die Konferenz selber musste nun in gekürztem Programm abgehalten werden, da die 1600 Konferenzteilnehmer schon über eine Woche auf eigene Kosten in der nächstgelegenen Stadt ausgeharrt hatten, bis endlich feststand, dass die Konferenz doch noch stattfinden würde.

 

Am Ende war die Konferenz aber ein großer Erfolg: Die alte Kirchenleitung wurde wieder gewählt und damit ihre Leistung der letzten 5 Jahre honoriert. Somit kann es auch für uns als Partnerorganisation ohne große Probleme weitergehen und an schon bestehenden Beziehungen weiter gearbeitet werden.

 

Wir sind Gott dankbar für alle Bewahrung und hoffen, dass die Konflikte zwischen den Dörfern noch endgültig beigelegt werden können. Als Garant für die Sicherheit des Lokalpolitikers und für eine friedliche Verhandlung zur endgültigen Beilegung der Auseinandersetzungen musste der Kirchenpräsident noch in Bokondini bleiben. 

 

Bitte betet für ihn um Weisheit, Schutz und Gelingen in den Verhandlungen.